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Wie ich Veganer wurde (und warum)

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Hier ist die Kurzfassung:

Es fing damit an, dass ich im Oktober 2007 in Hamburg an einer Demonstration gegen Pelzproduktion und -handel teilnahm. Der Grund hierfür war, dass ich es absolut unnötig fand, Tiere für die Modeindustrie und unseren Luxus zu töten. Schließlich empfinden Tiere, genau wie ich, Schmerzen und Angst.

Der nächste Schritt war, dass ich intensiv prüfte, ob es nötig ist, Fleisch zu essen. Ich fand keinen gesundheitlichen Grund, warum das für mich nötig sein sollte und so wurde ich im Oktober 2007 erst einmal Vegetarier.

Schließlich wurde mir klar, dass Tiere auch für Milch- und Eierproduktion getötet werden  und zwar auch bei ökologischer Tierhaltung.

Hier ist es in meinen Augen so: Selbst, wenn Tiere so getötet werden würden, dass sie weder Schmerz noch Angst empfänden, bliebe es immer noch ein Akt der Gewalt. Und wenn Gewalt vermeidbar ist, wieso sollte man sie dann nicht vermeiden?

Es war etwas schwieriger, mir eine Meinung über die gesundheitlichen Vor- und Nachteile des Veganismus zu bilden. Schließlich fand ich folgende Metastudie:

"Gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Adoleszenz." Quelle: ADA position: Vegetarian Diets. J Am Diet Assoc. 2003;103:748-765

Dies stellt nicht die Meinung einer einzelnen Person, sondern einer Gruppe von Wissenschaftlern dar, die den aktuellen Stand auf Basis von über 250 Quellenangaben darlegen.

Die Studie im Original auf Englisch:
http://www.eatright.org/ada/files/veg.pdf

Die deutsche Übersetzung:
http://www.vegetarierbund.de/gesundheit/Positionspapier_ADA_Vegetarische_Ernaehrung_2003.pdf


Im Gegenteil gibt es sogar viele Hinweise für mich darauf, dass eine vielseitige vegane Ernährung gesünder ist als eine omnivorische.

Ich habe durch die Beschäftigung mit diesem Thema einiges über Ernährungswissenschaften gelernt und so wurde mir auch bewusst, dass viele Menschen, die sich "normal" ernähren, Mangelerscheinungen haben. Also bin ich zu meiner Hausärztin gegangen und habe zu Beginn meiner veganen Ernährung einmal eine große, umfassende Blutuntersuchung machen lassen. Das werde ich von nun an regelmäßig, etwa alle 12 Monate tun und denke, dass es jedem unabhängig von seiner Ernährungsweise zu empfehlen ist.

Nun bedeutet "Veganer" aber auch, auf andere tierische Nahrungsmittel zu verzichten. Hier ist die Sache einfach, denn Honig und andere tierische Produkte brauchen wir für unsere Ernährung und Gesundheit definitiv nicht.

Der Verzicht auf Leder und Wolle sowie andere tierische Produkte ist für mich auch kein Problem. Die aus Leder bestehenden Dinge, die ich noch besitze, werfe ich erst einmal nicht weg, werde sie aber so schnell wie möglich durch andere Materialien ersetzen. Dabei versuche ich, möglichst nachwachsende pflanzliche Rohstoffe zu benutzen (Baumwolle, Leinen etc.).

Verfasst am 19. April 2008 von Hendrik Rubbeling


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